PETROLIO

PREMIERE: WOLKENFABRIK

Hannes Langs neuer dokumentarischer Kurzfilm
WOLKENFABRIK beim Cork International Film Festival

Hannes Langs neuer Dokumentarfilm WOLKENFABRIK feiert seine Uraufführung im Internationalen Kurzfilmwettbewerb des Cork International Film Festival. Das Festival findet im November zum 70. Mal statt und ist damit nicht nur das größte, sondern auch das älteste Filmfestival Irlands. Die Gewinnerfilme der Kurzfilmwettbewerbe qualifizieren sich automatisch für eine Academy-Award®-Nominierung. Die Premiere findet am 11. November statt.

WOLKENFABRIK ist eine filmische Erkundung des Himmels über dem rheinischen Braunkohlerevier, wo emissionsangereicherte Luftmassen in die Atmosphäre aufsteigen und das Klima verändern. Der Film fragt, was uns diese menschengemachten Wolken über unsere Zukunft verraten – und ob sich in dieser künstlichen Atmosphäre noch Visionen einer anderen, lebenswerteren Welt formen lassen.

Der Film versammelt Interviewauszüge mit Uschi Quirini, Katja Kaufmann, Detlef Wingrich, Frank Meller, Fabio Quirini und Anika Friedrichsmeier, die Einblicke und Perspektiven auf das Leben im Schatten der WOLKENFABRIK geben und das fragile Verhältnis zwischen Identifikation, Heimat und Bedrohung ausloten.

WOLKENFABRIK entstand in Koproduktion mit dem ARTE-Sendeplatz La Lucarne, redaktionell betreut von Kathrin Brinkmann. Hannes Lang führte Regie und schrieb das Buch gemeinsam mit Mareike Wegener. Zum kleinen Drehteam gehörten Felix Rier (Kamera) und Peter Rösner (Ton), der gemeinsam mit Isabel Cope auch das Sounddesign gestaltete. Hannes Lang übernahm den Schnitt, Tobias Wiedmer das Grading, und Katrin Gruber gestaltete die Titel. Caspar Newbolt (Version Industries) entwarf das Poster, und David Gruschka konzipierte und erstellte den Trailer.

Gefördert wurde der Film von der IDM Südtirol, der Film- und Medienstiftung NRW, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Amt für Kultur und Medien Bozen sowie dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

NOMINIERUNG FÜR DEN GRIMME-PREIS

Sabine Panossian für die Bildgestaltung in ECHO

Für die herausragende Bildgestaltung bei unserem Film ECHO ist Sabine Panossian für einen Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion / Spezial nominiert. Sabine Panossian hat an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF studiert und arbeitet seither im fiktionalen sowie dokumentarischen Bereich. Ihr Kurzfilm „Am Ende der Wald“ gewann 2016 den Student Academy Award in Silber. Ihr Abschlussfilm "Off Season" war 2019 zur Berlinale eingeladen und wurde u.a. mit dem Michael-Ballhaus-Preis für Sabines Bildgestaltung ausgezeichnet.

Der Grimme-Preis ist die bedeutenste Auszeichnung für Fernsehinhalte in Deutschland und wird seit 1964 vom Grimme-Institut in Marl vergeben. Wer sich zu den Preisträger:innen des 61. Verleihung zählen darf, wird am 6. März bekanntgegeben. Einen Überblick aller Nominierungen gibt es hier.

ECHO ist ein Film von Mareike Wegener und wurde in Koproduktion mit dem WDR (Redaktion: Andrea Hanke, Debüt im Dritten) hergestellt, wo er im März 2024 erstmals ausgestrahlt wurde.

© Martin Valentin Menke

ECHO IN DER CINÉMATHÈQUE LEIPZIG

Screening in der Reihe "Tatorte"
zum Jahresbeginn

Die Cinématèque Leipzig präsentiert in ihrer Reihe „Tatorte“ Filme, die sich dem Krimigenre auf vielfältige und individuelle Weise nähern. Einige dieser Filme wirken vertraut, während andere die Sehgewohnheiten des Publikums herausfordern. Gezeigt werden Krimis, die zum Nachdenken oder Staunen anregen, Diskussionen inspirieren, zum Lachen bringen oder vielleicht auch einmal zum Einschlafen geeignet sind. Filme, die entspannend langweilig oder schrecklich unterhaltsam sein können – aber in jedem Fall auf ihre ganz eigene Art und Weise verdächtig gut sind.

Mareike Wegeners Debütspielfilm ECHO, der mit Versatzstücken des Krimi Genres spielt, um über Geschichte, Heimsuchung und Wiederholung zu sprechen, wird am Sonntag, 5. Januar um 20:15 in der Cinématèque Leipzig gezeigt.

HAARTEILE AN DER KHM

Mareike Wegeners erster Kurzfilm
im Mooz-Programm zur Museumsnacht

Zur Museumsnacht am 02. November zeigt MOOZ ein Kurzfilmprogramm in den neuen Räumlichkeiten der Kunsthochschule für Medien. MOOZ ist eigentlich ein virtueller Ort für künstlerische Arbeiten mit dem bewegten Bild der KHM und setzt als Anagramm von ZOOM den Fokus auf experimentelle audiovisuelle Formate, u.a. Mareike Wegeners ersten Kurzfilm "Haarteile" (2005, 7min, 16mm, s/w).

Unter dem Titel talk talk zeigt MOOZ zur Museumsnacht künstlerische Werke, die in ihrer Herangehensweise – dokumentarisch, experimentell, performativ, installativ – variieren, in ihrer jeweiligen Sprache eindringlich und persönlich kommunizieren und den Blick auf diverse Formen der Verständigung lenken.

"Haarteile" entstand im Seminar "Dokumentarische Miniaturen" bei Dietrich Leder mit der Vorgabe, einen repetiven Vorgang zu dokumentieren. Im Seminar hatte Mareike Wegener den Film "Oskar Langenfeld. 12 Mal" (1966) von Holger Meins gesehen, der sie inhaltlich und formal beeindruckte und die fragmentarische Struktur von Haarteile beeinflusste. Der Film ist eine generationenübergreifende Studie zu Haarritualen von Frauen. In solchen Konstellationen scheinen Biographien sich zu wiederholen. Beobachtet man drei Frauen verschiedenen Alters bei ihrem Haarritual, entdeckt man mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes. Jung-Mittel-Alt, Morgens-Mittags-Abends, Legen-Färben-Haarteile.

© Zoe Wrede 2024

RIAFN OPEN AIR IN BERLIN

Filmscreening "States of Fragility"
im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst"

Während der sommerlichen Schließzeit lädt das KINDL zu einem Filmprogramm unter freiem Himmel ein, das sich künstlerisch und thematisch fragilen Zuständen widmet. Unter dem Titel States of Fragility wird eine kuratierte Auswahl von sieben Kurzfilmen zeitgenössischer, internationaler Künstler*innen und Regisseur*innen gezeigt. Neben unserem Film RIAFN von Hannes Lang auch Arbeiten von Factory of Found Clothes (FFC), Eva Giolo, Sky Hopinka, Yeo Siew Hua, Pauline Curnier Jardin, und Alice Rohrwacher & JR. Die Filme erzählen von Verwandlung und Veränderung, von dem natürlichen Zyklus von Leben und Tod und dem rituellen Dazwischen. Sie beschwören Mythen, Ahnen und traditionellen Glauben und berichten von einer verletzlichen Welt und der Fragilität von Ökosystemen. Dabei beziehen sich einige Filme auf reale Ereignisse und entwickeln daraus eine Erzählung, während sich andere über Bildmontagen und die Erschaffung von Atmosphären entfalten. Das Thema der Fragilität und seine weitreichenden Facetten liegt allen Filmen zugrunde.

Mittwoch, 21. August, 20 Uhr im KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Mit einer Einführung der Kuratorin Katherina Perlongo. Der Eintritt ist frei.

ECHO IN DER ARD & MEDIATHEK

Als DEBÜT IM ERSTEN am 3. März
und in der ARD Mediathek bis zum 3. Juni

Mareike Wegeners Kinodebüt ECHO ist noch bis zum 3. Juni in der ARD Mediathek anzuschauen.

Der Film über die kriegsversehrte Hauptkommissarin Harder (Valery Tscheplanowa), die als Polizei-Ausbilderin in Afghanistan ein Bombenattentat überlebt hat und nun als Neuanfang in einem friedlichen Dorf die Identität einer Moorleiche feststellen soll, ist unsere erste Spielfilmproduktion und wurde mit dem WDR koproduziert. Die Herstellung wurde unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, Kuratorium junger deutscher Film, BKM und DFFF. Nach Fertigstellung wurde der Film auf der Berlinale 2022 uraufgeführt und von Grandfilm in die Kinos gebracht.

Anlässlich der TV Premiere schreibt Matthias Hannemann in der FAZ: "Die Autorin und Regisseurin erinnert mit ihrem Debüt kunstfertig daran, dass sich die deutsche Gesellschaft zwar im Krimi-Takt mit Schuld und Verbrechen befasst – die Verbrechen, die sie selbst beging, aber nicht an sich herankommen lässt. Das allgegenwärtige öffentliche Erinnern steht in keinem Verhältnis zu dem Schweigen, das herrscht, wenn das Erinnern unbequem wird: vor der eigenen Haustür, im eigenen Haus."

DREHBEGINN: WOLKENFABRIK

Neuer Kurzfilm von Hannes Lang
wird in NRW gedreht

Ende des Jahres hat Hannes Lang zusammen mit Bildgestalter Felix Rier die Dreharbeiten zu WOLKENFABRIK aufgenommen. Der Kurzfilm ist eine dokumentarisch-experimentelle Erkundung des rheinischen Braunkohlereviers, das zur Zeit 52 aktive Kraftwerksblöcke und drei der zehn emmisionsstärksten Kohlekraftwerke Europas beherbergt. Doch die Region ist keinesfalls ein menschenleeres, stromproduzierendes Industriegebiet, sondern ein seit Jahrhunderten dicht besiedelter Lebensraum. An diesem Ort nimmt WOLKENFABRIK das flüchtige Phänomen der Wolke zum Anlass, angesichts unserer von Klima- und Energiekrisen strapazierten Gegenwart die menschlichen Hoffnungen, Luftschlösser und Zukunftsvisionen in den filmischen Blick zu rücken.

WOLKENFABRIK ist eine PETROLIO Produktion in Koproduktion mit ZDF / Arte und wird dort für die Sendereihe "La Lucarne / Die Spätvorstellung" hergestellt. Unterstützt wird die Produktion von der Film- und Medienstiftung NRW, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der IDM Südtirol und dem Amt für Film und Medien der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol.

GROßES KINO

ECHOs Poster bei "Großes Kino"
Filmplakate-Ausstellung im Kulturforum Berlin

Das von Caspar Newbolt / Version Industries gestaltete Poster zu Mareike Wegeners Kinofilm ECHO wird im Berliner Kulturforum ausgestellt. Die Ausstellung GROßES KINO präsentiert 300 originale Filmplakate der 1900er- bis 2020er-Jahre aus der Sammlung Grafikdesign der Kunstbibliothek am Kulturforum. Zeitgenössische Gäste aus der Welt des Films sind kuratorisch beteiligt.

In der Auswahl sind neben Klassikern auch Arbeiten von Isolde Baumgart, Helmut Brade, Dorothea Fischer-Nosbisch, Hans Hillmann und weiteren herausragenden Plakatgestalter:innen vertreten. Die Chronologie der Filmplakate umfasst Blockbuster ebenso wie Plakate für Arthouse- und Independent-Filme von Neorealismo über New Hollywood bis Pedro Almodovar. Die Kunstbibliothek veranstaltete schon 1959 (anlässlich der IX. Internationalen Filmfestspiele) und 1975 (zu den 25. Filmfestspielen) Ausstellungen mit Filmplakaten in ihren Räumen. Mit der Ausstellung, die 2024 parallel zu den 74. Filmfestspielen am benachbarten Potsdamer Platz läuft, wird diese Verbindung wiederaufgenommen.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin und der Deutschen Kinemathek.

Das Poster kann im Webshop von Version Industries erworben werden.